Der Standard

 

Ursprung:

China

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Verwendung:

Jagd- und Wachhund

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Kurze geschichtliche Zusammenfassung:

Diese chinesische Rasse existiert seit Jahrhunderten in den Provinzen, die an das Südchinesische Meer angrenzen. Die Stadt Dialak in der Provinz Kwun Tung ist wahrscheinlich der Ursprungsort.

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Allgemeine Erscheinung:

Aktiv, kompakt und quadratisch gebauter Hund mittlerer Größe. Falten auf dem Schädel und über den Schultern, kleinen Ohren und eine „Nilpferd-„ Schnauze verleihen dem Shar Pei ein einzigartiges Aussehen. Rüden sind größer und mächtiger als Hündinnen.

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Wichtige Proportionen:

Die Höhe des Shar Pei von den Schultern zum Boden ist ungefähr gleich der Körperlänge gemessen von der Schulterspitze zur Steißbeinspitze, vor allem bei Rüden. Die Länge von der Nase zum Stopp ist ungefähr gleich der Länge vom Stopp zum Hinterkopf.

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Wesen und Temperament:

Ruhig, unabhängig, loyal, anhänglich gegenüber seiner Familie.

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Kopf:

Ziemlich groß im Verhältnis zum Körper. Falten auf der Stirn und den Backen setzen sich fort und formen die Wamme.

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Schädel:

flach, breit

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Stop:

Mittelmäßig

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Nase:

groß, breit. Schwarze Nase bevorzugt, bei dilut-farbigen Hunden ist eine Nasenfarbe passend zur Fellfarbe, erlaubt, wie geöffnete Nüstern

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Schnauze:

Ein herausragendes Merkmal der Rasse. Breit von der Nasenwurzel zur Nasenspitze ohne Anzeichen einer Zuspitzung. Lefzen und Oberkante der Schnauze gut gepolstert. Höcker am Nasenende erlaubt.

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Maul:

Zunge, Zahnfleisch und Lefzen: blauschwarz wird bevorzugt. Rosa gefleckte Zunge ist erlaubt. Durchgehend rosa Zunge ist höchst unerwünscht. Bei dilute-farbigen Hunden ist die Zunge durchgehend lavendelfarbig.

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Kiefer/Zähne:

Starke Kiefer mit einem perfekten Scherengebiss, d.h. die oberen Schneidezähne überlappen eng die unteren Schneidezähne und sitzen senkrecht in den Kieferknochen. Die Polsterung der Unterlippe darf nicht so ausgeprägt sein, dass sie den Biss beeinträchtigt.

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Augen:

Dunkel, mandelförmig mit düsterem Ausdruck. Hellere Augenfarbe erlaubt bei dilute- farbigen Hunden. Die Funktion von Augapfel und Augenlid darf unter keinen Umständen von umgebender Haut, Falten oder Haar beeinträchtigt werden. Jedes Anzeichen einer Entzündung von Augapfel, Bindehaut oder Augenlidern ist höchst unerwünscht. Frei von Entropium.

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Ohren:

Sehr klein, ziemlich dick, gleichmäßig dreieckig in der Form, leicht gerundet an der Spitze und hoch angesetzt am Schädel mit Spitzen, die zu den Augen zeigen; in guten Abstand über den Augen angesetzt, weit voneinander und eng am Schädel anliegend. Aufstehende Ohren höchst unerwünscht.

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Nacken:

Mittlere Länge, stark, fest auf die Schultern aufgesetzt. Die lose Haut unter dem Kinn sollte nicht übermäßig sein.

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Körper:

Hautfalten am Körper bei erwachsenen Hunden sind höchst unerwünscht, mit Ausnahme auf den Schultern und am Rutenansatz, an denen sich mittlere Faltenbildung zeigt.

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Oberlinie:

leicht abfallend hinter der Schulter, dann leicht ansteigend über den Lenden.

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Rücken:

Kurz, stark.

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Lenden:

Kurz, breit, leicht gebogen.

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Steiss:

ziemlich flach

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Brust:

Breit und tief, das Bruststück reicht bis zum Ellenbogen.

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Unterlinie:

Steigt leicht unter der Lende an.

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Rute:

Dick und rund am Ansatz, sich verjüngend bis zu einer feinen Spitze. Die Rute ist sehr hoch angesetzt, ein charakteristisches Merkmal der Rasse. Kann hoch getragen und geringelt sein, getragen in enger Ringelung oder geschwungen über oder seitlich des Rückens. Das Fehlen oder eine unvollständige Rute ist höchst unerwünscht.

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Vorderkörper:

Vorderbeine gerade, mittlere Länge gut knochig. Die Haut an den Vorderbeinen zeigt keine Falten.

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Schultern:

Muskulös, gut ausgelegt und schräg abfallend.

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Mittelhand:

Leicht schräg abfallend, stark und beweglich.

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Hinterbeine:

Muskulös, stark, mäßig gewinkelt, senkrecht zum Boden und parallel zueinander laufend, wenn von hinten betrachtet. Falten an Oberschenkeln, Unterschenkeln, Hinterhand, wie auch eine Verdickung der Haut an den Läufen unerwünscht

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Läufe:

Gut ausgebildet.

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Füsse:

Mittlere Größe, fest, nicht nach auswärts gebogen. Zehen gut knochig. Hinterbeine ohne Afterkrallen.

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Gangart/Bewegung:

Die bevorzugte Gangart ist der Trab. Der Gang ist frei, gerade, aktiv gut nach vorn greifend und mit starkem Druck aus der Hinterhand. Die Füße bewegen sich auf einer Mittellinie, wenn die Geschwindigkeit sich erhöht. Steifer Gang ist unerwünscht.

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Fell/ Haar:

Ein kennzeichnendes Merkmal der Rasse: Kurz, hart und borstig. Das Fell ist gerade und abstehend vom Körper, aber gewöhnlich flacher anliegend an den Gliedmaßen. Kein Unterfell. Das Fell darf unterschiedlich in der Länge von 1 cm bis 2,5 cm sein. Niemals geschnitten.

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Farbe:

Alle einheitliche Farben sind akzeptabel. Rute und hinterer Teil der Hüfte häufig in hellerer Farbe. Dunklere Färbung auf dem Rücken und an den Ohren erlaubt.

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Größe:

Höhe 44 – 51 cm an den Schultern.

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Fehler:

Jede Abweichung von den vorhergehenden Punkten sollte als Fehler angesehen werden und die Ernsthaftigkeit mit der ein solcher Fehler beachtet werden sollte, sollte im gutem Verhältnis zu seiner Schwere geschehen.
Schwere Fehler: (Eingeschränkte Zuchtzulassung mit Auflagen)
-Abweichung vom Scherengebiss
(als Übergangsmaßnahme ist ein sehr leichter Rückbiss erlaubt)
-spitze Schnauze
-gefleckte Zunge (ausgenommen rosa gefleckte Zunge)
-große Ohren
-niedrig angesetzte Rute
-weiches, anliegendes Fell

Zuchtausschließende Fehler: -flache Vorderschnauze mit starkem Rückbiss
-durchgehend rosa Zunge
-Unterlippe eingerollt, den Biss beeinträchtigend
-rundes, hervortretendes Auge. Ektropium und Entropium
-Haut, Falten und Haar, das die normale Funktion des Auges beeinträchtigt
-aufstehende Ohren
-fehlende Rute; Stummelschwanz
-starke Hautfalten am Körper
(ausgenommen auf den Schultern und dem Rutenansatz)

Anmerkung: Männliche Tiere müssen 2 sichtbare normale Hoden haben, die voll im Hodensack liegen

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Anmerkungen zum Standard

Hier noch ein paar Erläuterungen zum Standard

Kopf:

Der gepolsterte Fang , der an die Schnauze eines Nilpferdes erinnert wird Fleischmaul (meath mouth ) genannt. Gerade in der Kopfform gibt es große Unterschiede. Bei den kurzhaarigen Shar Pei ( horse coat) ist das meath mouth oft nicht so stark ausgebildet wie bei den langhaarigen (brush coat) Hunden. Sehr stark ausgebildetes meath mouth birgt leider die Gefahr des Rückbisses in sich, die teilweise extreme Lippenpolsterung, auch der Unterlippe, kann den Unterkiefer wie eine Zange umschließen (Roll-Lippe), die eine Verschiebung des Gebißschlusses möglich macht.

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Haut:

Der ausgewachsene Hund sollte eine lose Haut haben, aber keine übermäßige Faltenbildung zeigen. Reichlich Falten am ganzen Körper haben nur die Welpen, der ausgewachsene Hund sollte in sie hineingewachsen sein. Leider sieht man in letzter Zeit immer wieder Hunde, die auch ausgewachsen eine starke Faltenbildung zeigen. Hautprobleme und Neigung zur Ekzembildung können die Folge sein. In diesem Punkt sollte von jedem Züchter der Standard nochmals richtig gelesen werden. Was nutzen uns tolle Faltenhunde, die nur mit intensiver Behandlung gut aussehen. Gerade bei diesem Punkt sollte das Verantwortungsgefühl der Züchter einsetzen. Nur weil diese Exemplare besonders in Amerika immer beliebter werden, sollten wir vernünftig bleiben. Leider sieht man immer wieder, besonders in amerikanischen Kalendern Hunde mit „ toller“ Faltenbildung, aber auch Hautentzündungen. Also ein Appell an Züchter und Käufer . Hände weg von übertriebener Faltenbildung, wir wollen gesunde Hunde.

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Fell:

Hier sind die Beschreibungen im Standard am ungenauesten, können sogar große Fehler in der Bewertung zur Folge haben. Wie schon erwähnt gibt es 2 Haararten, das kurze, sehr stachelige horse coat ( Pferdehaar) und das etwas weichere, aber trotzdem harte, gut vom Körper abstehende brush coat (Bürstenfell). Beide Haararten sollen sich sehr und hart anfühlen und gut von Körper, ähnlich einer Bürste abstehen. Leider habe ich in letzter Zeit vermehrt , besonders langhaarige Hunde mit weichem, anliegendem Fell gesehen, vielleicht liegt es daran, dass zur Zeit die brush coat Hunde begehrter sind, und so viele Züchter nur mit langhaarigen Hunden züchten um möglichst viele Brush coats im Wurf zu haben. Das Ergebnis dieser ständigen Langhaarverpaarungen könnten Hunde mit weichem, anliegendem Fell sein. Wir selbst bemühen uns , immer wieder Kurzhaarhunde in unserer Zucht zu verwenden, um dieses Problem nicht aufzukommen zu lassen.

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Farbe:

Im Standard sind verhältnismäßig wenig Farben erwähnt. Es gibt den Shar Pei heute in fast allen gängigen Farben. Von zarten beige Tönen, über rot bis braun, aber auch schwarz, anthrazit und blau. Des weiteren fallen in den Würfen hin und wieder sogenannte „bunte“ Shar Pei, also Schecken, oder Mantelhunde. Ich glaube, dass es an der Zeit wäre, auch diese Farbvarianten in allen Vereinen anzuerkennen, denn es handelt sich um normale Farbschläge, die nicht auf einer krankhaften Mutation beruhen und bei vielen anderen Hunderassen auch vorkommen.

In vielen Ländern und auch einigen Vereinen sind sie schon anerkannt, nur der VDH tut sich bei dieser Problematik noch etwas schwer.

Ähnlich wie es vor Jahrzehnten auch mit den bunten Pudeln war, die mittlerweile aber auch weltweit anerkannt sind .Ich glaube, dass sich in der heutigen Zeit keiner mehr erlauben sollte, anmaßend gewisse Farbschläge zu würdigen und andere zu negieren. Es ist schon seltsam, dass in Amerika ein großer Prozentsatz der geborenen Shar Pei bunt sind, nur bei uns in Deutschland ging seltsamerweise dieses Gen beim Import verloren? Oder wo bleiben diese Hunde dann? Sie sollten genauso anerkannt und gewürdigt werden, wie ihre einfarbigen Verwandten!

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Zunge:

Im Standard wird eine blaue Zunge bevorzugt, ab und zu kommen aber auch Hunde mit gefleckter Zunge, sog, Blümchenzunge (rosa mit blauen Flecken) bei sehr stark pigmentierten Hunden, also schwarz, dunkelbraunen oder Schwarzmasken sollte man gefleckte Zungen nicht tolerieren. Bei der Verpaarung sollte darauf geachtet werden, dass einer der Partner eine durchgefärbte , blaue Zunge hat.

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Nase:

Vorzugsweise schwarz, jedoch dürfen verdünnte Hunde eine hellere Nase haben, leider sieht man in letzter Zeit vermehrt Hunde, die trotz ihrer dunklen Körperfarbe, fleischfarbene Nasen haben. Für mich ist die Pigmentschwäche nicht akzeptabel, birgt es doch meiner Meinung nach die Gefahr, dass wir so schleichend Pigmentschwächen in unsere Linien einbauen, die schwer wieder zu beheben sind. Des weiteren gibt es immer wieder auch Zuchtrichter, die bei hellen, also diluten Hunden, helle Nasen ahnden und anscheinend nicht wissen, dass ein creme dilute oder ein schokoladenfarbiger Hund genetisch gar keine schwarze Nase haben kann.

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Körperbau:

Oft sieht man große Unterschiede im Körperbau. Es gibt den kleineren, etwas gedrungenen, kräftigen Typ der auch durch seinen kräftigen Kopf auffällt. Daneben gibt es den schlankeren Typ, der etwas hochbeiniger steht und meist auch etwas schmaler im Kopf ist. Wichtig ist, dass der Hund kompakt wirkt, quadratisch gebaut ist. Der Fang sollte immer stumpf sein, und nie spitz zulaufen, wie bei einem Fuchs.

Abschließend sei noch einmal gesagt. Die Hauptkennzeichen der Rasse sind sein kompakter Körper, der große Kopf, die lose Haut , seine blaue Zunge und das Haarkleid. Diese Besonderheiten geben dem Shar Pei sein exotisches